Grundstück suchen leicht gemacht – Teil 1: Die Suche

Die Grundlage eines jeden Bauvorhabens ist das passende Grundstück. Je nachdem, welche Ansprüche man an das neue Domizil stellt, müssen bereits beim Grundstückskauf einige Faktoren berücksichtigt werden: Welche Größe brauche ich? Sind bereits Anschlüsse vorhanden? Wie ist die Internetanbindung? – So kann sich die Suche nach dem richtigen Grund und Boden unter Umständen ziemlich langwierig gestalten. Damit Sie keine unnötigen Wege gehen müssen und möglichst schnell das Richtige finden, haben wir einige Tipps zusammengestellt, die Ihnen die Suche vereinfachen können. 

Wo suche ich am besten ? 

Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten, ein Grundstück zu finden. Egal, ob in der Zeitung, mit einem Makler oder über das Internet, überall lassen sich schöne Objekte finden. Die verbreitetste Suche ist wohl die über das Internet, denn sie ermöglicht durch spezielle Suchmasken, in denen etwa Preisvorstellungen oder objektspezifische Kriterien abgefragt werden, eine gute Vorauswahl. Außerdem kann überall gesucht werden und nicht nur im eigenen Umkreis, was wiederum eine größere Flexibilität ermöglicht. Grundsätzlich empfiehlt es sich aber, mehrere Medien zu Rate zu ziehen. Auch ein Makler kann die Suche nach dem Wunschobjekt erheblich vereinfachen.

Welche Grundstücksanbieter gibt es? 

Neben den privaten Offerten gibt es eine Vielzahl von Angeboten durch Städte und Gemeinden. Diese können meistens über die Internetpräsenz der jeweiligen Gemeinde gefunden werden. Neben den Fakten zum Grundstück findet man dort oft auch gleich den richtigen Ansprechpartner für alle weiteren Fragen und Belange. Kirchen besitzen ebenfalls viele Grundstücke, die durch eine kurze Nachfrage bei dem zuständigen Bistum oder auch immer öfter über das Internet leicht zu finden sind. Weiterhin besteht die Möglichkeit, über einen Bauträger zu suchen. Diese gehören zu den wichtigsten Anbietern schlüsselfertiger Objekte und verkaufen Grundstück und Haus.

Welche Grundstücksarten gibt es? 

Grob lassen sich folgende Grundstücksarten unterscheiden:

  • Bauland
  • Gartengrundstück
  • Landwirtschaftliche Fläche
  • Wassergrundstück
  • Forstgrundstück

Für  ein Bauvorhaben ist vor allem das Bauland relevant. Unterschieden werden muss allerdings zwischen Bau- und Bauerwartungsland: Während das Bauland zweifelsfrei bebaut werden darf, steht beim Bauerwartungsland die Entscheidung noch aus. Wer ein ernsthaftes und zeitnahes Bauvorhaben plant, sollte daher lieber Bauland kaufen, denn eine Entscheidung, ob Bauerwartungsland bebaut werden darf, kann sich manchmal über mehrere Jahre hinweg ziehen.

Welche Vor- und Nachteile bietet eine Grundstückspacht? 

Grundstücke sind teuer. In vielen Fällen kann das Grundstück bis zu 50 % der Gesamtkosten für das neue Eigenheim ausmachen. Für viele Bauherren ist daher die Pacht eines Grundstücks eine gute Alternative zum Kauf. In solchen Fällen spricht man von einem Erbbaurecht. Doch was ist damit eigentlich gemeint?

Beim Erbbaurecht pachtet der Bauherr ein Grundstück und zahlt einen monatlichen Zins – den sogenannten Erbbauzins -, der zwischen zwei und fünf Prozent des Grundstückswerts beträgt. In der Regel läuft ein Erbpachtvertrag 99 Jahre lang, danach geht das Grundstück samt seinen darauf befindlichen Gebäuden in den Besitz des Grundstückseigentümers über, der dafür eine angemessene Entschädigung bezahlen muss. Häufig ist in den Pachtverträgen auch eine Anpassungsklausel enthalten, nach der der Zins alle paar Jahre erhöht werden kann.

Wer einen Pachtvertrag hat, muss erst einmal die gleichen Pflichten erfüllen wie ein eigentlicher Grundstückseigentümer, also alle Steuern und Abgaben zahlen und für die Erschließungskosten aufkommen. Er hat aber auch die gleichen Rechte, kann die darauf befindliche Immobilie also verkaufen, vermieten oder vererben. Das Pachtverhältnis kann allerdings vor Ablauf der Laufzeit nicht aufgelöst werden. Dafür geht mit einem Verkauf der Immobilie der Pachtvertrag automatisch auf den neuen Besitzer über.

Um Ärger zu vermeiden, sollte bereits vor dem Ablauf den Pachtvertrags über eine gute Lösung für alle Parteien nachgedacht werden. Oftmals ergibt sich hier eine Kaufoption oder eine Verlängerung des Pachtvertrags. Diese Vorkehrungen sind sehr wichtig, da der Erbbauberechtigte sonst die Nutzungsrechte am Grundstück wie auch sein Eigentum verlieren kann.

Die Frage, ob sich eine Pacht lohnt, muss für jeden Einzelfall geklärt werden. Da derzeit die Zinslage noch sehr günstig ist, kann der Kauf momentan die vorteilhaftere Wahl sein. Allerdings eröffnet die Pacht auch Haushalten mit kleinem Einkommen die Möglichkeit zu bauen.

Für welches Modell der Bauherr sich auch entscheiden mag: Es gibt noch viele weitere Punkte, die entschieden werden müssen. Was man bei der Wahl des Grundstücks alles beachten muss, verraten wir Ihnen in den nächsten Tagen im zweiten Teil unseres Artikels.

 

Quelle: https://www.immobilienscout24.de/

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