Ach du dickes Osterei!

Ostern heißt Aufbruch. Passend zum wichtigsten christlichen Fest gibt der Frühling in der Natur sein Bestes. Das zunehmende Grün der Bäume und die Blütenvielfalt erzeugen positive Gefühle und machen Lust auf draußen. Ganz viele zieht es in die Ferne, dorthin, wo die Sonne bereits auf Sommer steht. Das Jahr nimmt jetzt richtig Fahrt auf.

Fahrt! Das ist das Stichwort, das bei einem Großteil der Reisenden hierzulande die Sorgen- und Zornesfalten zum Beben bringt und zwar jedes Mal, wenn es ans Tanken geht. Noch mehr als im bisherigen Rekordjahr 2022 bewegen sich Benzin- und Dieselpreise in vorher nicht gekannten Höhen. 2,30 Euro und mehr pro Liter! Da haben uns die Kriegsherren und Diplomatieverweigerer mal ein richtig dickes, aber saures Osterei ins Nest gelegt – Ende nicht abzusehen…

Nun ist es ja so, dass niemand mit seinem Diesel-Vehikel in den Urlaub fahren MUSS. Es gibt ja noch andere Optionen, etwa wie früher die Osternester im eigenen Garten verstecken oder alternativ beim Waldspaziergang an die „guten alten Zeiten“ zurückdenken. Dann lässt einen auch der Blick auf die Preisanzeige bei den Zapfsäulen kalt. Wer mit Elektroantrieb unterwegs ist, sieht es eh wieder anders.

Vielleicht aber auch nicht, denn die Transportbranche ist nach wie vor vom Diesel abhängig und kann nicht auf die Schnelle auf E-Mobilität umstellen. Zwangsläufig werden die Kosten auf die Dienstleistungen und Produkte umgelegt. Folglich steigen die Preise auf breiter Front.

Das gilt auch für unsere Branche. Vielerlei Maschinen auf den Baustellen benötigen Diesel, die Transporter sowieso. Bis alle Geräte und Motoren durch Modelle mit Elektroantrieb ersetzt sind, wird Jahre dauern und viel Geld kosten.

In einer Größenordnung von rund 20.000 Liter Diesel verbrauchen wir bei Schrödl-Bau bisher durchschnittlich pro Jahr. Im Vergleich zu 2020 haben sich die Bezugskosten dafür Stand heute mehr als verdoppelt. Auch wir müssen das umlegen, klar. Trotzdem finden wir mit unseren Auftraggebern immer einen gangbaren Weg. Die allermeisten Bauherren haben zum Glück Verständnis für die Situation ihres Bauunternehmens.

So hoffen wir gemeinsam auf das Osterwunder, dass Frieden einkehre an der Straße von Hormus, in der Ukraine und allen anderen Krisenherden dieser Welt. Schließlich haben wir nur diese eine!

Foto von Miaplac, CC0

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