Architektur weltweit – heute: griechisch – Teil 1

Auch wenn wir von Schrödl-Bau Ihnen lieber ein Haus planen und bauen, das in unsere schöne fränkische Landschaft passt, wollen wir, wie angekündigt, gerne mit Ihnen zusammen über den heimischen Tellerrand blicken und uns ansehen, wie denn anderswo gebaut wird. Aufgrund ihrer Bedeutung für die ganze Bauwirtschaft möchten wir heute bei den Anfängen des modernen Bauens starten, in Griechenland.

Die griechische Architektur steht als Synonym für die Baukunst der Antike aus der Blütezeit Griechenlands, bevor es von Rom als Weltreich abgelöst wurde. Diese Epoche dauerte vom 9. bis zum 2. Jahrhundert vor Christus. Während dieser etwa 700 Jahre entwickelten die Griechen bahnbrechende Bauformen und -stile, deren Elemente auch heute noch durchaus gefragt sind.

Das berühmteste Zeugnis griechischer Architektur finden wir mitten in der heutigen Hauptstadt Athen, die Akropolis mit dem immer noch gut erhaltenen Parthenon-Tempel. An diesem lässt sich die Grundform antiker griechischer Tempelbauten exemplarisch betrachten. Sie besteht aus den Elementen Unterbau, Säulen und Wände sowie einer Dachkonstruktion und folgt strengen mathematisch darstellbaren Regeln. Für die Tempel und weitere dominante Bauten entwickelten sich regional drei Baustile bzw. Ordnungen: die ionische, die dorische und die korinthische Ordnung, was sich leicht an den Säulen und insbes. an den Kapitellen erkennen lässt.

Diese beeindruckenden für die Ewigkeit gebauten Monumente bestehen meist aus akkurat bearbeiteten Steinblöcken. Natürlich wurden einfachere Häuser mit auch zur damaligen Zeit billigeren Materialien errichtet. Sie bestanden meist aus ungebranntem Lehm und Holz oder später aus gebrannten Ziegeln. Die “alten Griechen” verwendeten bereits Mörtel und Stuck und entwickelten Bögen und Gewölbe. Für die Verbindung der z.T. tonnenschweren Steinquader wurden Klammern und Dübel aus Eisen oder Holz eingesetzt und mit Blei vergossen.

In der Architektur drückte sich damals wie heute Stellung und Reichtum der Bewohner aus. Die einfachen griechischen Standardhäuser bestanden aus wenigen kleinen Räumen, die um einen Innenhof herum angeordnet wurden. Die Häuser reicherer Bürger wiesen dagegen i.d.R. größere Wohn- und weitere repräsentative Räume aus. Wer zur Oberschicht zählte, konnte sich palastartige Anwesen leisten, die auch Elemente der Tempelbauten beinhalteten.

Dass sich im antiken Griechenland eine wegweisende Architektur entwickelte, zeigte sich spätestens im Zeitalter des Klassizismus des 18. und 19. bzw. des Neoklassizismus des frühen 20. Jahrhunderts. Diese Epochen nahmen gezielt die Elemente der antiken griechischen Architektur zum Vorbild und prägen damit noch heute zahlreiche Straßenzüge in weltweit unzähligen Städten und vereinzelt ganze Stadtbilder. Ein vielbesuchtes Beispiel dazu findet sich in der südlichen Oberpfalz, die dem berühmten Parthenon nachempfundenen Walhalla bei Donaustauf (Foto: Michael J. Zirbes – CC BY 3.0).

In Griechenland selbst haben sich seit der Antike, wie in anderen Ländern auch, die Baustile weiterentwickelt. Trotzdem bleibt der Einfluss der antiken Baukunst im Land deren Entwickler naturgemäß hoch. Teilweise komplett anders sieht es auf den verschiedenen Inselgruppen aus. Hier haben sich je nach ihrer Geschichte ganz eigenständige Formen herausgebildet. Hervorzuheben sind hier vor allem die Kykladischen Inseln.

Zudem werden natürlich auch heute Häuser in Griechenland gebaut, ganz ohne Säulen und antiken Zierrat. Von der “anderen” griechischen Architektur möchten wir Ihnen im 2. Teil erzählen.

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