Baustoffe – die Basis aller Bauvorhaben. Teil 2: Holz

Baut man heutzutage ein Haus, stellt sich schon früh am Anfang die Frage nach dem Baustoff: Soll es aus Naturstein oder aus Beton sein, aus Holz oder zu großen Teilen aus Glas? Die Palette ist beinahe unendlich, darum sollte man sich zunächst einmal darüber klar werden, welche Eigenschaften des Hauses und damit des Materials für den Bewohner selbst vorrangig sind. Ein besonders beliebter Werkstoff, der dabei gerne in Betracht gezogen wird, ist das Holz. 

Jahrelang wurde das Holz als Baustoff vernachlässigt, Stahl und Beton genossen den Ruf des optimalen Materials. Doch diese Zeiten sind vorbei, denn aufgrund seiner vielen Vorzüge ist das Holz aus dem modernen Baugewerbe nicht mehr wegzudenken. Im Gegenteil – sogar Hochhäuser und Industriegebäude werden heute aus Holz gebaut. Und das hat seine Gründe.

Vorteile von Holz

Holz bietet als Baustoff viele Vorteile. Aufgrund seiner Beschaffenheit gilt es als hervorragender Schutz im Winter und im Sommer. Durch den hohen Luftanteil, der dem Holz eigen ist, findet ein langsamer Temperaturaustausch statt, der den Bewohner des Holzhauses vor extremen Schwankungen schützt. Holz kann schnell bearbeitet werden, da es im Vergleich zu anderen Baustoffen recht weich und daher gut formbar ist. Auch ein gutes Raumklima ist im Holzhaus geboten, denn Holz wirkt beruhigend und schafft durch seine warmen Farben und Strukturen ein Wohlfühlklima. Wer gerne Extravagantes plant, der ist mit Holz bestens beraten, denn durch die einfachen Bearbeitungsmöglichkeiten können Träume ganz individuell verwirklicht werden – nahezu jede Form ist möglich. Holz ist außerdem ein modernes und gleichzeitig zeitloses Baumittel, das bei entsprechender Pflege über viele Jahre hinweg Freude bereitet und zuverlässig vor allen Witterungen schützt. Auch in puncto Nachhaltigkeit ist Holz unschlagbar: Als nachwachsender Rohstoff können viele Holzarten auch für besonders umweltbewusste Bauten  bedenkenlos verwendet werden.

Nachteile von Holz

Trotz der unbestritten großen Vorteile, die Holz als Baustoff bietet, sollte der Bauherr auch einen Blick auf die Nachteile werfen, bevor er seine endgültige Entscheidung trifft. Denn Holz ist ein sehr feuchter Rohstoff, der vor dem Bau erst einmal entsprechend getrocknet werden muss. Vernachlässigt man diesen Umstand, droht ein Schimmelpilzbefall, der sich nicht nur auf das ganze Haus erstrecken, sondern sich im schlimmsten Fall auch gesundheitsschädigend auf die Hausbewohner auswirken kann. Besonders im Dachstuhl eines Hauses besteht diese Gefahr, da man dort oftmals so luftdicht wie möglich arbeiten möchte, um eine gute Isolierung zu gewährleisten. Neben Schimmelpilzen fühlen sich auch andere ungebetene Gäste von feuchtem Holz angezogen, beispielsweise Insekten oder Bakterien. Die Verwendung von ausreichend trockenem Holz ist daher ausdrücklich zu empfehlen. Ideal  zum Verbauen ist eine Restfeuchtigkeit von etwa 20 %. Danach muss das Holz mit Holzschutzmitteln behandelt und so gegen äußere Einflüsse geschützt werden, damit es einerseits seine Restfeuchte behält, andererseits aber keine weitere Feuchtigkeit aufnimmt.

Arten von Bauholz

Je nach Schnitt- oder Verarbeitungsart unterscheidet man verschiedene Arten von Bauholz: Rundholz, Schnittholz Schichtholz oder Holzwerkstoffe.
Rundholz bezeichnet einen geschälten Stamm oder Stammabschnitt. Schnittholz wurde weiter verarbeitet, beispielsweise zu Balken, Kanthölzern oder Bohlen. Schichtholz besteht – wie der Name schon sagt – aus übereinander geschichteten Hölzern, meistens Brettern. Dies macht man, um eine höhere Stabilität zu erreichen, die gegenüber Beton oder Stahl konkurrenzfähig ist. Als Holzwerkstoffe bezeichnet man Werkstoffe, die aus zerkleinerten und wieder zusammengefügten Holzteilen bestehen. Hierzu gehören beispielsweise Span- oder OSB-Platten.

Ist Holz als Baustoff “brandgefährlich”? 

Wer an Holz als Baustoff denkt, tut das oftmals mit einem negativen Gedanken im Hinterkopf: Was passiert, wenn es mal brennt?
Holz brennt – keine Frage, jedoch nicht so schnell, wie mancher befürchten mag. Denn der Feuerwiderstand von hohen Holzquerschnitten ist – entgegen der verbreiteten Meinung – relativ hoch. Bei einer längeren Beflammung bildet Holz nämlich eine Verkohlungsschicht, die das weitere Abbrennen deutlich schwerer macht. So bleibt das Holz länger tragfähig und steht den anderen Baumaterialien, beispielsweise in Feuer schmelzendem Stahl, im Brandfall in nichts nach.

Welche Hölzer können zum Bauen verwendet werden? 

Zum Bauen können sowohl Nadel- als auch Laubhölzer verwendet werden. In Deutschland sind für tragende Zwecke allerdings nur bestimmte Holzarten zugelassen. Unter den Nadelhölzern dürfen beispielsweise Fichte, Douglasie, Hemlocktanne, Alaska-Zeder, Tanne, Kiefer, Lärche oder Sumpfkiefer verwendet werden. Unter den Laubhölzern sind unter anderem Eiche, Teak, Buche, verschiedene Johannisbrotgewächse oder Angélique erlaubt. Für andere Bauteile, beispielsweise Fenster, Türen oder Böden, sind aber auch andere Hölzer zulässig.

Was auch immer Sie planen – je nach Verwendungszweck empfiehlt sich im Umgang mit Holz auf jeden Fall eine individuelle Beratung. Dabei helfen wir von Schrödl-Bau Ihnen gerne. Kommen Sie einfach auf uns zu!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.